Performative, Sound & Vision

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Galerie

Berlin has a vivid scene of performing and dancing artists who work in various forms and at diverse places – here are just two of many projects established in the city. Local artists and institutions working in these fields need a proper and reliable support and not just promises – but of course it must not come along with the destruction of other successful and popular venues in the city. 

These are photos of the artist Stella Geppert and dancers inside her work «Hieroglyph Ceiling» from 2015/2016. This year she developed a performative artwork with the title «10 Scores for a Sculpture» based on it which will have its world premiere at 30th of August 2017 in the exhibition space of Haus am Lützowplatz which is the oldest art society of Berlin. These photos are from the final rehearsals earlier this week. ⠀
Stella Geppert’s work has ever since been a practice which connects performative concepts with installations and drawings. It is therefore consequent that she takes her work to the next level now and researches about spatial phenomena through the communicative and social behaviour of the human body to make collective action visible. ⠀
For «10 Scores for a Sculpture» all dancers wear a special sort of head antennae which constists of pipes attached to their heads and have a piece of charcoal at their end. With the help of these tactile sort of «communication organs» and body-expanding dance prostheses the team members explore the limitations of the physical «white space» and the given framework which both form the environment for the whole setting. So the description «framework» for her sculpture which is built as a walk-in space is taken literally in this performance. ⠀
Through these actions the word «score» unfolds its double meaning: It signifies the trace the bodies leave via the transmitting coal on the white wall and the subtle sounds emitted during the performance which refer to the acustic potential of the word, as scores are used as a way of musical notations. ⠀
As the movements are improvised we can be curious which data excactly will be collected in this unique form of human media art at its first official release by her and the accompanying professional dancers Jan Burkhardt, Lukas Geschwind, Kathleen Heil, Michelle Lui and Hilla Steinert. •

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Stella Geppert: «Arbusti - Moving Studies & Homeopathic Interventions», Full HD, Loop 10 min, Venedig, 2014 / 2015
Interview, Performative, Sound & Vision, Spacial

«Für mich haben Gespräche architektonische Formen.»

Die Künstlerin Stella Geppert entwickelt in ihren Arbeiten raumbezogene und performative Konzepte und Installationen.
Mit Norbert Bayer sprach sie über ihre neuesten Arbeiten, demokratisches Handeln und ihre Träume. 

Stella Geppert zieht sich zu Beginn des Gesprächs den Kapuzenpullover über. Beim Überziehen des Pullovers rutscht ihr die Sonnenbrille, die sie in den Haaren trug, auf die Nase.

Stella Geppert: (lacht) Wie Sie sehen, kann ich mit dem Anziehen eines Kapuzenpullovers gleichzeitig meine Sonnenbrille auf die Nase stülpen.

Norbert Bayer: Sehr gut! Könnte das bereits eine Ihrer Performances sein?

Das ist für mich zunächst einmal eine Inspiration, aus der eine Intervention hervorgehen könnte.

Und was macht für Sie eine Intervention aus? Worin unterscheidet sie sich von der Performance oder dem Happening?

Also mit Happenings – ich bin zwar happy – aber mit Happenings hab ich nicht so viel am Hut. Für eine ortsspezifische Arbeit bedarf es eines langen Recherchevorlaufs. Gute Interventionen von mir sind hingegen aus dem Zufall heraus entstandene Situationen. Meine Objekte sind immer aus Situationen und Handlungen heraus entstanden, denn es gibt für mich keinen Gestaltungsprozess, der losgelöst wäre von alltäglichen Handlungen.

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Stella Geppert, Installation, Performance, Berlin, Künstlerin, Hieroglyphendecke
Performative, Spacial

Space to Power

Stella Gepperts künstlerische Arbeiten sollen durch die Vermischung von Performance und Installation zwischenmenschliche Verhaltensweisen hinterfragen und Rollenmuster aufbrechen.

Stella Gepperts Arbeiten bewegen sich zwar im Kontext von Körper- und Raumkonzepten – wer dabei jedoch an Happenings denkt, liegt allerdings falsch, denn ihre Arbeiten sind keine von Darstellern ausgeführten und inszenierten Handlungsanweisungen, die in einem konventionellen oder erweiterten Ausstellungskontext dem Publikum dargeboten werden. Sie selbst bezeichnet ihre Arbeiten als Interventionen und ortspezifische Arbeiten. Ihre Inter­ventionen sind oft eher aus dem Zufall heraus entstandene Situationen und wenn sie Objekte entwickelt, sind diese vornehmlich aus eben jenen Situa­tionen und daraus abgeleiteten Hand­­­lungen entstanden. Einen Gestaltungs­prozess, der los­gelöst ist von dieser künst­lerischen Stra­tegie, gibt es bei ihr eher selten.

In der Arbeit «When Destruction Becomes New Form» aus dem Jahre 2011 beispielsweise schuf sie durch die unterschiedliche Art und Weise, wie sie eine Briefablage zerstörte – z.B. durch Werfen, Zerschmettern, Zertrümmern, Häm­mern – eine jeweils andere, neue und somit quasi dekonstruierte Briefablage. Sie ging dabei der Frage nach, wie sich über Dekonstruktion, die hierbei durchaus auch als positive Kraft ver­standen werden soll, Formen wieder rekon­struieren lassen, wie Dekonstruktion rückwirkend auch die Konstruktion bestimmen kann und somit beide über körperliche und räumliche Verfasstheiten in ein Wechselspiel eintreten können.

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