Ronja von Rönne | Foto: Carolin Saage
Linguistic

So kommen wir zu nichts, oder?

Ronja von Rönnes Roman Wir kommen serviert Selbstzerfleischung und Selbstmitleid. Mit einem Schuss Entertainment.

Ein 40-something interessiert sich gerne wieder für junge literarische Stimmen, vielleicht weil er in komplett naiver Erwartung hofft, dass das Leben oder die Figuren im Roman einer Autorin in ihren Zwanzigern frischer und kraftvoller als er selber sein könnten und ihr Buch deshalb erheiternd und energetisch auf sein aktuelles Lebensgefühl  – kurz vor der Midlife-Crisis – wirken müsste.

Eine zu eben jener Gemütslage und Hoffnung passende Jungautorin ist Ronja von Rönne, die 2015 durch einen Beitrag über den Feminismus in den Fokus rückte und kurz danach bereits zur Teilnahme am Lese-Wettbewerb in Klagenfurt eingeladen wurde. Soeben hat sie ihren ersten Roman Wir kommen veröffentlicht, der im Aufbau Verlag erschienen ist.

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