Stella Geppert, Installation, Performance, Berlin, Künstlerin, Hieroglyphendecke
Performative, Spacial

Space to Power

Stella Gepperts künstlerische Arbeiten sollen durch die Vermischung von Performance und Installation zwischenmenschliche Verhaltensweisen hinterfragen und Rollenmuster aufbrechen.

Stella Gepperts Arbeiten bewegen sich zwar im Kontext von Körper- und Raumkonzepten – wer dabei jedoch an Happenings denkt, liegt allerdings falsch, denn ihre Arbeiten sind keine von Darstellern ausgeführten und inszenierten Handlungsanweisungen, die in einem konventionellen oder erweiterten Ausstellungskontext dem Publikum dargeboten werden. Sie selbst bezeichnet ihre Arbeiten als Interventionen und ortspezifische Arbeiten. Ihre Inter­ventionen sind oft eher aus dem Zufall heraus entstandene Situationen und wenn sie Objekte entwickelt, sind diese vornehmlich aus eben jenen Situa­tionen und daraus abgeleiteten Hand­­­lungen entstanden. Einen Gestaltungs­prozess, der los­gelöst ist von dieser künst­lerischen Stra­tegie, gibt es bei ihr eher selten.

In der Arbeit «When Destruction Becomes New Form» aus dem Jahre 2011 beispielsweise schuf sie durch die unterschiedliche Art und Weise, wie sie eine Briefablage zerstörte – z.B. durch Werfen, Zerschmettern, Zertrümmern, Häm­mern – eine jeweils andere, neue und somit quasi dekonstruierte Briefablage. Sie ging dabei der Frage nach, wie sich über Dekonstruktion, die hierbei durchaus auch als positive Kraft ver­standen werden soll, Formen wieder rekon­struieren lassen, wie Dekonstruktion rückwirkend auch die Konstruktion bestimmen kann und somit beide über körperliche und räumliche Verfasstheiten in ein Wechselspiel eintreten können.

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