Heike-Melba Fendel: «Zehn Tage im Februar», Blumenbar Verlag
Linguistic

Beim nächsten Mal wird alles anders

Heike-Melba Fendel lässt die Protagonistin ihres Romans «Zehn Tage im Februar» in die Welt des Films abgleiten und über die Liebe schwadronieren. Was für ein Irrweg!

Eine Frau, eine Straße, ein Leben, eine Welt. Diese Zutaten können ausreichen für einen Roman, auch für einen Liebesroman. Heike-Melba Fendel wandelt diese Komponenten ab in: Eine Filmjournalistin, der Stadtteil Tempelhof in Berlin, eine erschlaffte Beziehung, die Welt der Filme und der Filmindustrie. Dies reicht für ihren Roman «Zehn Tage im Februar», der gerade im Blumenbar Verlag erschienen ist. Irgendwie halbwegs zumindest.

Besagte Frau wird von ihrem Mann, der das ganze Buch über lediglich «der Mann» bleibt, verlassen. Um genau zu sein: Vorübergehend für angekündigte zehn Tage verlassen, denn er möchte für diesen Zeitraum ausziehen, weil die Frau Filmjournalistin und während der Berlinale so gut wie nie zuhause, sondern dienstlich unterwegs ist. Das stört den Mann und er quartiert sich während dieser Zeit aus und ermöglicht der Frau ihre Freiräume. Eigentlich zuvorkommend von ihm und praktisch für sie, sollte man meinen. Aber weit gefehlt.

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