Archeological & Archival, Performative, Sound & Vision

«There is never no alternative» | Documenta Diary #2

Kampfjets über der Akropolis und Athen

Kampfjets über der Akropolis und Athen

Heute: «Lernen von Athen» (documenta) meets «Hausaufgaben machen» (Wolfgang Schäuble) – Besuch auf der Akropolis auf spiegelglatt abgewetzten Steinen. Danach Schlendern auf den Schultern von Giganten auf dem Nordpfad den Hügel hinab und auf mäandernden Gedankenpfaden wandelnd – unterbrochen von einem 5er Geschwader Kampfjets, die über Athen eine Schleife zogen und mich zurück in die akute Aktualität holten.

Modifiziertes Poster der documenta 14 in Athen – 114 ist die Postleitzahl im Nordosten Athens. Die Übermalungen waren bereits zwei Tage später wieder entfernt.

Modifiziertes Poster der documenta 14 in Athen – 114 ist die Postleitzahl im Nordosten Athens. Die Übermalungen waren bereits zwei Tage später wieder entfernt.

Brücken schlagen in die Vergangenheit – auch 20 Jahre scheinen endlos weit weg, als Catherine David mit ihrer documenta X noch als zu wenig sinnlich angefeindet wurde. Der Wind hat sich gedreht – ohne Hyper-Kontextualisierung keine Großaustellung mehr. In Athen jedoch wieder einmal ganz konkret an die aktuelle Zeitgeschichte angebunden, wie bei Catherine David und ihrem Katalog «Poetics/Politics», der zum Standardwerk wurde. Weiterhin immer noch aktuell: Keine Großausstellung ohne Protest oder Neben- und Gegenaustellungen.

In der vom Kunst-Blog «Daily Lazy» organisierten Ausstellung bei der Performance «Saliva Frenzied Chirping» von Lukas Hofmann.

In der vom Kunst-Blog «Daily Lazy» organisierten Ausstellung bei der Performance «Saliva Frenzied Chirping» von Lukas Hofmann.

Tableau vivants im Off-Space organisiert vom Blog «Daily Lazy» bei der Performance «Saliva Frenzied Chirping» von Lukas Hofmann. Die ursprünglich bürgerliche Aktivität für private und intime Zirkel wird hier modifiziert und um das Publikum erweitert. Jeder wird zum Spiegel des anderen, analoge und digitale Begegnungweisen verknüpfen sich – im wörtlichen Sinne: Ich werde mit einer Wienerin gematched und wir halten uns die Hände während sich zwei junge Griechen neben uns durch die Finger stechen und sich deren Faden mit den anderen Teilnehmern verbindet und sie sich selber daran auffädeln im hellen Kunsticht der Ausstellungsräume. Aufgelöst wird das Ganze durch heftiges Schreien unter dem alle aus dem Raum geschmissen und wir wieder uns selbst überlassen werden.

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