Absolut Art Apartment Berlin | Foto: Sebastian Reuter/Getty Images for Absolut Art
Interview, Spacial, Visual & Iconic

«I think the art market is fantastic.»

Nahema Mehta, CEO of Absolut Art, talks about Berlin, the art market – and shares some tips on how to start collecting art.

Norbert Bayer: Dear Nahema Mehta, how did you choose the artists for this exhibition of the Berlin edition of Absolut Art?
Nahema Mehta: In every city we go into we partner with local curators on the ground and work with them collaboratively to choose the artists that we think represent the city. In Berlin we partnerned with Francesca Gavin and Nadim Samman here.
What was different in Berlin than in other cities?
I love Berlin – there is an incredible balance between historical relevance and unconventional thinking – you can see that tension in all of these works. That for me is spectacular, and unique to Berlin – it’s what’s made Berlin not only an art-hub that the culturely curious always want to come back to – myself included.
When have you been to Berlin for the first time?
Oh my godness, when I was ten, eleven. I grew up in Belgium in Antwerp, so not so far away. I think when I had came to Berlin for the first time, it was even more raw, not so built out, but that spirit still exists.
We hope to cultivate it…
You do! You don’t hope, you accomplish!

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Whit Stillman, Metropolitan, Westerly Films, New York, 1990
Sound & Vision, Visual & Iconic

Aus einer Zeit vor der Uber-App oder: Wie ein geteiltes Taxi überraschend eine aufkeimende Liebe ermöglicht hat

Whit Stillmans Erstlingsfilm «Metropolitan» von 1990

Mit der Uber-App wäre das alles bestimmt so nicht passiert: Denn dann wäre klar gewesen, für wen das Taxi bestimmt ist und Tom Townsed hätte nicht nach einem New Yorker Debütantinnenball in der Weihnachtssaison vom überzuvorkommenden Nick Smith angeboten bekommen, sich gemeinsam eines der raren Taxis zu teilen. Darüber hinaus wäre er nicht überzeugt worden, überstürzt mit zu einer privaten After-Party zu kommen und so zur Sally Fowler Rat Pack zu stoßen, einer Clique von rich Kids der Upper East Side. Ganz unbekannt ist Tom den jungen Damen dort nicht, denn sie kennen ihn über Serena, eine Ex-Freundin von ihm, die ihnen seine Briefe in der Schule vorlas und die auch über den ganzen Film hinweg für weitere Verwirrungen sorgt. Dass Tom von den gesellschaftlichen Standards her nicht in diese Clique passt, wird spätestens dann klar, als die Party vorüber ist und den anderen in der kalten Winternacht auffällt, dass Tom keinen adäquaten Überzieher hat. Tom verweigert aber diesmal ein geteiltes Taxi und nun wird ihnen vollends klar: «A West-Sider is amongst us.» Dort lebt er mit seiner Mutter, einer Autorin, die ihn am nächsten Tag darüber aufklärt, dass er die Ausleihzeit für den Smoking überziehen wird. Da es in der Sally Fowler Rat Pack einen Überhang an Frauen gibt, muss Tom – nun ja überraschenderweise weiterhin richtig ausstaffiert – auch nicht mehr lange überredet werden, einen weiteren Abend mit der Gruppe unterwegs zu sein. Tom, der sich als Sozialisten bezeichnet und überzeugter Anhänger des französischen Fourierismus aus dem 19. Jahrhundert ist und von daher diese Art Bälle und Festivitäten eigentlich ablehnt, wird aber von Nick eines besseren belehrt: Nämlich, dass es keine billigere Möglichkeit gibt, in New York am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, da man nur ein Outfit brauche, das es auch gebraucht zu erwerben gibt, und alles andere überdies gratis sei. Und überhaupt: Tom würde übersehen, dass die Damen auf ihn zählten, er somit auch unabhängig und nicht mehr lediglich die Begleitung einer der Damen wäre.

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Photobook, Visual & Iconic

Catrine Val – Feminist

Galerie

Hier finden Sie das Interview mit Catrine Val zu Feminist